Vertreter der sog. Schulmedizin und der Alternativmedizin stellen sich gerne als einander widersprechende "feindliche" Richtungen dar. Der Anspruch auf die gefundene Wahrheit paart sich rasch mit der Disqualifikation der reinen Wissenschaft durch die einen oder aber der Erfahrung durch die anderen. Dabei kann eine solche Engstirnigkeit, ja Verbohrtheit, den am Wohl der Patienten ausgerichteten Arzt nur traurig stimmen. Ist es nicht einerlei, ob harte wissenschaftlich fundierte Medizin oder eine auf Erfahrung beruhende, aber (noch) nicht "bewiesene" Methode zum Ziel, nämlich der Heilung oder zumindest Linderung eines Beschwerdebildes führt. Wie viele "alternative" Methoden gibt es, die lange Jahre geholfen haben, ohne dass wir wussten "wie", und die durch das heutige Wissen um das "Wie" nicht wirklich besser oder schlechter geworden sind! Wie häufig sehen wir andererseits das unsinnige Beharren auf einer offensichtlich nicht ausreichenden "alternativen" Behandlungsform und die bewährte "schulmedizinische" Methode wird dem Patienten versagt!
Wir halten nichts von einer solchen Polarisierung, von einem solchen selbstgefälligen Streit. Wem soll dies nützen? Insofern sind wir auch der Meinung, dass "alternativ" nicht der richtige Begriff ist; wir ziehen die Bezeichnung "ergänzend", "komplementär" vor. Dabei spielt es letztlich keine Rolle, wer wen ergänzt oder wer von wem ergänzt wird. Was kann in einer Fußballmannschaft schon ein erstklassischer Sturm anrichten, wenn eine desolate Verteidigung immer ein Tor mehr zulässt.
Wir brauchen also Beides, eine solide schulmedizinische Ausbildung und möglichst viele sinnvolle "Ergänzungen". Je komplexer die Behandlung, desto besser für den Patienten!
Sie haben vielleicht schon über unser ebenfalls recht "komplexes" Logo nachgedacht. Nun, es ist so komplex, weil wir die wesentlichsten Elemente unseres "Medizinverständnisses" - im einzelnen übrigens nebenan - integriert darstellen wollten. Die Äskulapstäbe als Symbolisierung der schulmedizinischen Basis, Yin und Yang als Zeichen für die lebensnotwendige Polarität und gleichzeitige Vereinigung, das Dreieck als Hinweis auf das permanente Wechselspiel von Struktur, Chemie und Emotionalität in unserem Leben.
Liebe Patientinnen und Patienten, wenn wir gemeinsam auf solider Wissens- und Erfahrungsbasis in manchmal ernster, manchmal fröhlich-lustiger Form zusammenarbeiten um Struktur, Chemie und/oder Seele "auf Vordermann zu bringen", dann schöpfen wir unsere Möglichkeiten in gutem Sinne zu guter Gesundheit aus. Packen wir`s an!