Die Therapie einer Symbiosestörung des Darmes das heißt einer Fehlbesiedlung mit Darmbakterien und Pilzen nennt man Symbioselenkung. Sie bezweckt die Wiederherstellung bzw. Erhaltung der normalen Florabesiedlung durch Anwendung von körpereigenen Bakterienkulturen.
Darmdysbiosen d.h. Fehlbesiedlungen führen zu vielfältigen immunologischen Reaktionen, die gekoppelt sind an die Bildung giftiger Substanzen (Ammoniak, Skatol, Aminoverbin-dungen, Phenole, Fuselalkohole) und Gärungsgase mit Schädigung von Zellen, Leber und Immunsystem.
Symtome können Blähsucht, Darmkrämpfe und Herzbeschwerden sein. Ammoniak belastet den Leberstoffwechsel mit den Symptomen Müdigkeit und Leistungsabfall. Indol, Skatol und Aminoverbindungen führen zum Anstieg von Harnsäure, Cholesterin und Leberenzymen. Sie können Migräne und Kopfschmerzen auslösen. Phenole und Fuselalkohole belasten den Leberstoffwechsel sind krebserregend und fördern den Anstieg von Leberenzymen. Besonders bei degenerativen Erkrankungen und allergischen Reaktionen verstärken sie das Krankheitsbild.
Die Ursachen für die Störungen der Darmflora sind vielfältig: So können Antibiotika, Cortisonbehandlung, Hormone, Röntgenstrahlen, Magen-Darm-Erkrankungen, Umweltgifte, Darmfehlbildungen, Divertikulose, schwere Darminfektionen, Fehlernährung, Nahrungsgifte wie Konservierungsstoffe, psychische Überlastung und Streß eine Fehlbesiedlung des Darmes bewirken.
Festgestellt wird die Dysbiose mit kinesiologischen Testmethoden. Nach unseren Erfahrungen ist die Stuhldiagnostik nicht sehr aussagekräftig.
Bei folgenden Beschwerden und Erkrankungsbildern erscheint eine Symbioselenkung angezeigt: bei Stuhlanomalien, ausgeprägte Magen-Darmstörungen, Völlegefühl, Flatulenz, Verstopfung, Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln, Nahrungsmittelallergien sowie anderen Allergieformen, Ekzemen, vorangegangene Strahlen- und Chemotherapie, chron. Zahnfleischentzündungen, chronischer Magenentzündung, Darmkrämpfen, Erhöhung von Leberenzymen, chronische Nierenerkrankungen.
Die Symbioselenkung, die sich über insgesamt 12 Wochen erstreckt, verfolgt schrittweise fünf Prinzipien:
Um einen dauerhaften Erfolg zu gewähren ist in den meisten Fällen eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten erforderlich.