Diagnostik und Behandlung von Sportverletzungen bzw. Überlastungs-schäden haben in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung im sportärztlichen Alltag gewonnen. Sportler aller Leistungs- und Anspruchskategorien suchen nach Informationen über Vorbeugung, Akutbehandlung und Nachbehandlung von Sportverletzungen und Sportschäden.
Die meisten Sportler haben den dringenden Wunsch, so rasch wie eben möglich geheilt zu werden. Dabei darf der Sportarzt nicht aus dem Auge verlieren, dass sich heutzutage selbst "Trimmsportler" deutlich höhere Anforderungen an Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit "abverlangen" als früher. Der höhere Trainingsaufwand führt dann zu einer erheblich größeren Anzahl von Verletzungen und Schäden an Muskeln, Sehnen und Gelenken.
In der sportärztlichen Praxis sind vor allem folgende Verletzungen häufig:
Die therapeutischen Möglichkeiten in der Behandlung von Sportver-letzungen sind so vielfältig wie die Verletzungsmuster selbst bzw. die einzelnen Sportarte und -disziplinen. Je nach Ausbildung werden über die klassischen Methoden hinaus (Kälte/Wärme/Ruhigstellung/Elektrotherapie/ medikamentöse Schmerz- und Entzündungshemmung) Akupunktur, Chirotherapie und Osteopathie, Neuraltherapie, Homöopathie, Magnetfeld (siehe jeweils dort), klassisches Taping und "Kinesiotaping" eingesetzt.
Klassisches Taping mit starren Materialien ist eine funktionelle Verbandtechnik, die nach Zerrungen und Rissen von Sehnen, Muskeln und Bändern eine maximale Stabilität von gestörten Bewegungsebenen (z.B. seitliches Umknicken im Sprunggelenk) bei gleichzeitiger gezielter Mobilität schmerzfreier ungestörter Bewegungsebenen (z.B. Beugung/Streckung) ermöglichen soll. Beim Kinesiotaping werden elastische Materialien eingesetzt. Verschiedene Anlagetechniken bewirken eine verbesserte Blut- und Lymphzirkulation, eine Optimierung von Dynamik und Statik durch Beeinflussung des Muskeltonus, ein verbessertes Zusammenspiel von Nerven, Muskeln und Sehnen, eine Schmerzdämpfung sowie gezielte Einschränkung schmerzhafter und instabiler Bewegungen. Während das klassische Taping eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist, fällt das Kinesiotaping in den Selbstzahlerbereich.