Medizin und Sport sollen sich im gemeinsamen Interesse bei der Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit ergänzen. Natürlich soll dabei auch eine "saubere" Steigerung bzw. Erhaltung der individuellen Leistungsfähigkeit bis ins Alter unterstützt werden. Dieser "fromme" Wunsch sollte auch in Zeiten, in denen Professionalisierung und damit verbunden Kommerzialisierung im Sport immer mehr an Bedeutung gewinnen, unser sportärztliches Denken und Handeln bestimmen. Nach über 20-jähriger sportärztlicher Tätigkeit in Spitzen- und Breitensport, in Landesverband, Verein(en), im Rehabilitationssport und natürlich im Praxisalltag fühlen wir uns diesem Anspruch angesichts der beinahe täglichen Hiobsbotschaften über kriminelle Leistungsmanipulationen, die mittlerweile nicht mehr nur den Hochleistungssport "verseuchen", immer stärker verpflichtet.
Die Sportmedizin umfasst heute ein weites Feld medizinischer Disziplinen. Letztlich stehen unser Herz-Kreislaufsystem als wesentlicher Faktor der allgemeinen körperlichen Leistungsbegrenzung und unser Stütz- und Bewegungsapparat mit seinen vielfältigen Schädigungsmöglichkeiten aber weiter im Zentrum sportmedizinischer Diagnostik und Therapie.
Dabei erscheint uns eine Aussage aus der Traditionellen Chinesischen Medizin von besonderer Bedeutung: "Der bessere Arzt sorgt dafür, dass Erkrankungen, Überlastungen, Verletzungen erst gar nicht auftreten." Insofern haben die Untersuchungen zu Sportgesundheit- und Sporttauglichkeit bei uns einen besonderen Stellenwert im prophylaktischen Sinne aber auch eine sportbegleitende Ernährungsmedizin sowie orthomolekulare Medizin.
Bedingt durch eine mittlerweile fast 20-jährige Tätigkeit als Verbandsarzt im Landes-Leichtathletikverband ist die klassische sportmedizinische Leistungsdiagnostik ("Laktattest") natürlich eins unserer Steckenpferde. Diese spielt heute übrigens nicht nur für den Hochleistungssportler die entscheidende Rolle in der Leistungssteuerung. Auch reine Gesundheits- bzw. Breitensportler erfahren durch ein gezieltes Training im Bereich der aeroben Schwelle viele positive Effekte.
Trotz aller Bemühungen um die Prophylaxe können überlastungsschäden und akute Verletzungen im Sport nicht immer vermieden werden. So stellt die Sporttraumatologie für uns die dritte Säule in der Sportmedizin dar. Hier spielen in unserer Praxis die manuelle Therapie mit Chirotherapie und Osteopathie, die Applied Kinesiology, die Akupunktur und Neuraltherapie sowie die Anlage von Tapeverbänden (klassischer und Kinesiotape) die entscheidenden Rollen.