Die Ernährungsmedizin ist eine Wissenschaft, die sich mit der Erforschung ernährungsphysiologischer Erkenntnisse, der Entwicklung ernährungstherapeutischer Anwendungen und der Etablierung dieser Erkenntnisse in allen Teilgebieten der Medizin beschäftigt.
Mit geeigneter Ernährungstherapie können Krankheiten, die durch eine falsche Ernähung bedingt sind oder begünstigt werden vorbeugend oder heilend behandelt werden.
Die in unseren Breiten übliche Zivilisationskost führt zu einer Verlängerung des Verdauungsvorgangs und begünstigt die Bildung toxischer Produkte. Sie stellen eine Belastung des Entgiftungstoffwechsels dar und beeinträchtigen zudem das darmassoziierte Immunsystem.
Dem Ernährungsforscher und Bakteriologen W. Kollath ist es zu verdanken, dass die Nahrung erstmals eine übersichtliche Abstufung ihrer Wertigkeit erfuhr. Er ordnete den verschiedenen Lebens- und Nahrungsmitteln entsprechend ihrem biologischen Wert eine Ordnungskraft zu. Innerhalb dieser Ordnung gilt sowohl naturbelassene als auch zerkleinerte und fermentativ veränderte Nahrung als Lebensmittel (Mittel zur Erhaltung des Lebens), während erhitzte, konservierte oder präparierte Nahrung nur noch als Nahrungsmittel (Mittel zur Beseitigung des Hungers) bezeichnet werden.
Wesentlich früher als Kollath erkannte Bircher-Benner die Ordnungskraft der Nahrung. Während Kollath die Nahrung in erster Linie nach biochemischen Gesichtspunkten gliedert (Gehalt von Vitaminen und Mineralien), bezieht Bircher-Benner zusätzlich physikalische Aspekte naturbelassener Nahrung mit ein. Die physikalischen Eigenschaften wurzeln in der Speicherung des Sonnenlichts in pflanzlicher Nahrung und treten als ultraschwache Luminiszenz (Biophotonen) in Erscheinung.
F.A. Popp bestätigt in seinen Untersuchungen zur Biophotonenforschung nicht nur die Beobachtungen Bircher-Benners, sondern weist darauf hin, dass diese Biophotonenstrahlung wichtiger Bestandteil der Kooperation und Koordination in Zellen ist. Nahrung bedeutet also Information.
Mit diesem Hintergrund wird also deutlich, dass Nahrung wesentlich mehr ist als eine Gemenge aus Eiweißen, Kohlenhydraten, Fetten, Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen.
Weiterhin kann man erkennen, dass eine Substitution mit bestimmten Nahrungsauszügen wie z.B. die Einnahme von Vitaminen bei weitem nicht ausreicht, um gesund zu werden oder gesund zu bleiben. Vielmehr ist es notwendig die naturbelassene Nahrung als Ganzes zu verwenden.